Am 20. Oktober 2022 tagte der für den Abfallwirtschaftsbetrieb und das Müllheizkraftwerk Weißenhorn zuständige Werkausschuss des Kreistags. Dem Werkausschuss gehören mit Jutta Kempter und Jürgen Bischof zwei Mitglieder der Weißenhorner Überparteilichen Wähler für die Kreistagsfraktion der FREIEN WÄHLER an.
Es gibt Überlegungen, das vom Müllkraftwerk ausgestoßene Kohlendioxid (CO2) technisch aufzufangen und in der Erde zu speichern, damit es das Klima nicht belastet. Jürgen Bischof stellte die Frage, was dies kostet und wie die Gesamtbilanz für CO2 bei diesen Maßnahmen aussieht.
Neben Weißenhorn haben sich zehn weitere Gemeinden des Landkreises dafür ausgesprochen, dass der Landkreis das Einsammeln des Abfalls und der Wertstoffe übernehmen soll. Der Werkausschuss empfahl dem Kreistag, dieser Bitte zu entsprechen. Die anderen sechs Gemeinden sollen weiterhin selbst zuständig bleiben.
Die Entsorgungsgebühren am Müllkraftwerk müssen für die nächsten drei Jahre neu kalkuliert werden. Trotz allgemein steigender Preise ist mit etwa gleich bleibenden Gebühren zu rechnen.
Mit 9 zu 5 Stimmen wurde beschlossen, dass pro Jahr im Müllkraftwerk bis zu 115.000 t Abfall verbrannt werden dürfen (bisher 105.000 t). Ein Antrag von Jürgen Bischof, innerhalb dieser Menge einen Puffer für kurzfristig anfallende Müllmengen vorzusehen, fand keine Mehrheit.